Minister Hauk stellt Waldzustandsbericht 2017 vor

Waldzustand weiter verbessern durch klimaangepassten Waldbau

„Der Zustand der Wälder in Baden-Württemberg hat sich insgesamt weiter verbessert. Vor allem die Kronen der wichtigen Baumarten Buche und Tanne haben sich im Vergleich zum Vorjahr erholt. Während sich die Entwicklung der Fichte stabil zeigt, hat sich der Kronenzustand der Kiefern, Eichen und Eschen verschlechtert. Mit dem Konzept einer naturnahen Waldwirtschaft, das auf klimaangepasste Mischwälder setzt, stärken wir die Stabilität unserer Waldbestände nachhaltig“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (18. Oktober) anlässlich der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2017 in Stuttgart.

Vollständige Pressemitteilung Nr. 269/2017 des Ministeriums Ländlicher Raum und Verbraucherschutz vom 18.10.2017

Waldzustandsbericht 2017

Zumeldung der AG Wald zur PM Nr. 193/2017 des MLR mit Landkreis-, Gemeinde- und Städtetag

Tod dem Einheitsforstamt: Es lebe die neue Forstverwaltung!

Die AG Wald sieht das Land in der besonderen Verantwortung den Forststrukturprozess so zu begleiten, dass vor allem die sozialen und ökologischen Funktionen der Waldbewirtschaftung erhalten bleiben. „Die Sicherstellung der hochwertigen Waldbewirtschaftungsstandards in Baden-Württemberg ist eine der größten Herausforderungen“, so Ulrich Burr, Vorsitzender der AG Wald. „Nur mit einer angemessenen Personalausstattung und Erhalt des Sachkundeniveaus kann man dieser gesellschaftlichen Forderung gerecht werden“.

Seit das Oberlandesgericht Düsseldorf im März die Untersagungsverfügung des Bundeskartellamts zur gemeinsamen Holzvermarktung bestätigt hat, ist es entschieden: Das Einheitsforstamt in Baden-Württemberg gehört der Vergangenheit an, es müssen neue kartellrechts-und gesetzkonforme Forstverwaltungsstrukturen geschaffen werden. Die Neustrukturierung der Forstverwaltung bedeutet nicht nur Veränderungen für alle Waldbesitzarten, sondern hat Auswirkungen auf den gesamten Sektor Forst und Holz.

Bereits im Koalitionsvertrag ist die Errichtung einer Anstalt des öffentlichen Rechts für den Staatswald vorgesehen. In der Phase 1 der Forststruktur-reform wurde unter Lenkung des Ministeriums und in Abstimmung mit den Verbänden, dabei AG Wald, die zukünftigen Aufgabenzuschnitte erarbeitet. Das vorgestellte Eckpunktepapier umfasst die Leitlinien und Grundzüge für die Ausgestaltung und wurde heute vom Ministerrat beschlossen. Es folgt die Phase 2 der Forststrukturreform mit dem Umsetzungsprojekt - Implementation der Aufgaben, die an einem Stichtag, geplant Juli 2019, in Kraft treten wird.

Die eigenständige Anstalt des öffentlichen Rechts wird als Vorbildbetrieb wirken und Motor für eine moderne und zukunftsfähige Forstwirtschaft sein. Im Rahmen der kartellrechtlichen Möglichkeiten wird auch in Zukunft ein flächendeckendes Beratungs- und Betreuungsangebot von Seiten der Anstalt garantiert werden. Die forstlichen Aufgaben im Nichtstaatswald werden weiterhin von den unteren Forstbehörden durchgeführt.

Welche negativen Effekte der Forstreform sind zu befürchten?

Neben personalpolitischen Aspekten, ist es vor allem die Sorge um die Erhaltung der hohen fachlichen Standards bei der Bewirtschaftung der Wälder, die die AG Wald antreibt.

Es müssen zur Steuerung des Forststrukturprozesses zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. Der Wegfall von kostensparende Synergieeffekten und die Schaffung wirksamer Strukturen im Privat- und Kommunalwald ist mit entsprechenden Mehraufwänden verknüpft. Gerade die Gemeinwohl-funktion aller Wälder muss auch künftig durch eine angemessene Förderung sichergestellt werden. 

Die AG Wald fordert zusätzlich, das im Landeswaldgesetz verankerten Sachkundeniveaus beizubehalten, denn hohe fachliche Qualifikationsansprüche sind ein Garant für vorbildliche Waldbewirtschaftung. 

Der Erhalt des ausgezeichneten Zustands der Wälder, diese Herausforderung lässt sich auch im Umsetzungsprojekt der Forststrukturreform nur durch eine konstruktive Zusammenarbeit aller forstlichen Akteure bewältigen.

Landesregierung beschließt Forstreform von historischem Ausmaß
Zumeldung des Bund Deutscher Forstleute

Pressemeldung Nr. 193/2017 des MLR mit Landkreis-, Gemeinde-und Städtetag
Reform der Forstverwaltung im Zeitplan

Überblick Forstneuorganisation in Baden-Württemberg (PDF)

Eckpunkte für die zukünftige Forstorganisation in Baden-Württemberg (PDF)

 

Positionspapier AG Wald

Neugestaltung der Forstverwaltung

Karlsruhe, 25.04.2017

Die AG Wald setzt sich für eine multifunktional nachhaltige Waldbewirtschaftung in allen Waldbesitzformen ein. Das Ergebnis der Reorganisation der Forstverwaltung muss sich daran messen lassen, dass die Bewirtschaftung des Waldes eben nicht -  wie vom Bundeskartellamt unterstellt – rein wirtschaftlich ausgerichtet ist, sondern gleichermaßen sozialen und ökologischen Kriterien unterliegt!

Sachstand

Der rechtskräftige Beschluss des Oberlandesgerichts Düsseldorf bestätigte mit seiner Entscheidung umfänglich die Rechtsauffassung des Bundeskartellamtes und klassifizierte das novelliertes Bundeswaldgesetz, das die Betreuung der Kommunalen und Privaten Waldbesitzer vom Kartellrecht ausnimmt, bzw. die der Holzvermarktung vorgelagerten Tätigkeiten dem Zuständigkeitsbereich des Kartellamts entzieht, als Verstoß gegen europäisches Recht. 

Anfang April 2017 stimmte der Ministerrat dem Einlegen einer Rechtsbeschwerde gegen den Kartellbeschluss zu um Rechtssicherheit zu erhalten in der Frage, inwieweit das Land forstliche Betreuungsangebote aufrechterhalten darf. Gleichzeitig ist eine Neuausrichtung der Forstverwaltungsstrukturen notwendig, die als eine wesentliche Anpassungsmaßnahme die Errichtung einer Anstalt des öffentlichen Rechts vorsieht.

Bewertung der AG Wald

Unabhängig von der Frage, ob die BWaldG-Novellierung einschlägig sein wird oder nicht: Die Umstrukturierung der Forstverwaltungsstrukturen werden weitgehende Konsequenzen nicht nur für den Staatswald und seine Beschäftigten haben, sondern auch und gerade für den Kommunal- und Privatwald. 

Die AG Wald ist der Überzeugung, dass das Einheitsforstamt eine sehr geeignete Organisationsform war, um die am Gemeinwohl orientierten Leistungen und hohen Bewirtschaftungsstandards auch im Kommunal- und Privatwald erfolgreich zu implementieren. Diese Verpflichtung ergab sich allein schon aus den im Landeswaldgesetz definierten Aufgaben. Die anstehende Änderung der organisatorischen Strukturen befreit das Land Baden-Württemberg nicht von seiner gesetzlichen Pflicht, die Gemeinwohlfunktionen des öffentlichen Waldes zu gewährleisten. 

Ziel muss es sein, neue Organisationsformen zum Beispiel für Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse zu finden, die professionell, qualifiziert und nachhaltig die Waldflächen betreuen und bewirtschaften. Doch diese neuen Strukturen für einen nachhaltig bewirtschafteten Wald werden sich ungesteuert nicht von alleine einstellen.

Es wird einen gewaltigen Konversionsprozess geben, der durch ein Höchstmaß an Professionalität und Aufwand durch das Land begleitet werden muss. Auf Markt regulierende Kräfte wie Angebot und Nachfrage zur Steigerung des Gemeinwohls zu vertrauen, wäre bei dem Naturkapital Wald mehr als naiv, sondern gefährlich. 

Die AG Wald fordert deshalb, dass das Land Baden-Württemberg für die Konzeption und Umsetzung dieses Prozesses ausreichend Ressourcen zu Verfügung stellt, so dass hiervon auch und vor allem Kommunal- und Privatwald profitieren. Die AG Wald sieht das Land in besonderer Verantwortung den Konversionsprozess zu begleiten mit dem vorrangigen Ziel die sozialen und ökologischen Funktionen der Waldbewirtschaftung für alle Waldbesitzarten zu erhalten. 

Forderungen der AG Wald

1. Besondere Gemeinwohlverpflichtung des öffentlichen Waldes erhalten- Wald ist nationales Waldkulturerbe

Wald ist nationales Waldkulturerbe! Eine umfassende nachhaltige und am Gemeinwohl orientierte Waldbewirtschaftung und unsere hohen forstlichen Standards müssen auch unter geänderten Rahmenbedingungen als Folge der Neuorganisation der Forstverwaltung im bisherigen Umfang in allen öffentlichen Waldbesitzarten erhalten bleiben. Sie ist weiterhin gesetzlich festzuschreiben. Dies betrifft sowohl waldbauliche, naturschutzfachliche als auch soziale Aspekte. 

Der neu zu errichtende Staatsforstbetrieb als Anstalt des öffentlichen Rechts muss in seiner Zielsetzung vorbildlich nachhaltig aufgestellt sein. Jegliche Ökonomisierung zu Lasten der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsaspekte wird abgelehnt. 

2. Forstlich ausgebildetes Personal 

Die AG Wald ist überzeugt, dass eine multifunktionale Bewirtschaftung nur dann erfolgreich umgesetzt werden kann, wenn alle Verantwortlichkeiten gesamtheitlich bei einer Person liegen. Deswegen muss an der Waldbewirtschaftung in Revieren festgehalten werden. 

Die Bewältigung forstlicher Problemstellungen in der Zukunft – wie z.B. Klimawandel und daraus resultierende waldbauliche Anforderungen, Bewältigung von Kalamitäten, Erbringung von sozialen und ökologischen Dienstleistungen im Ökosystem Wald - erfordern eine zweckdienliche Zusammenarbeit zwischen den Körperschaft- und Privatwald mit forstlich ausgebildetem Personal. 

Für die Leitung eines Forstamtes und die Leitung eines Forstreviers darf es keine Absenkung des bisherigen im Landeswaldgesetz verankerten Sachkundeniveaus geben. 

Die Beibehaltung einer hohen fachlichen Qualifikation erfordert eine qualitativ exzellente und berufsqualifizierende Hochschulausbildung im Land. Diese ist zu fördern.

3. Neugestaltung der Förderung 

Die Neugestaltung der Förderung muss dem Kommunalwald verlässlich und effektiv Entschädigung für die Beachtung des Gemeinwohlprinzips und dem Privatwald Anreize für die Umsetzung sozialer und ökologischer Grundsätze der Waldwirtschaft bieten. 

Die Neugestaltung der Forstverwaltung darf keine finanziellen Mittel aus dem System ziehen, vielmehr gegenteilig müssen bislang unterfinanzierte Bereiche (Personalausstattung, etc.) mit ausreichend Finanzmitteln ausgestattet werden. 

Für die erfolgreiche Begleitung des Konversionsprozesses sind zusätzliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen, so dass hiervon auch und vor allem funktionierende Strukturentwicklungen im Kommunal- und Privatwald profitieren können. Nur so kann die Neugestaltung der Forstverwaltung aus „einem Guss erfolgen“ und sichergestellt werden, dass für alle Waldbesitzarten ein Betreuungsangebot vorgehalten wird. Insbesondere auch der kleine und Kleinstprivatwald sollte in den Genuss der fachlich qualifizierten Betreuung kommen. 

Der Verlust der Einheitsforstverwaltung erfordert zusätzlich die Stärkung von am Wald und der Waldbewirtschaftung interessierten Vereinen und Verbänden. Die nachhaltige Sicherung aller Ökosystemdienstleistungen des Waldes durch Interessensausgleich ist eine öffentliche Aufgabe, die durch das Land alleine nicht hinreichend befriedigend erledigt werden kann.

In einer Novelle des Landeswaldgesetzes ist deshalb die Schaffung eines anerkannten Landeswaldverbandes vorzusehen (analog § 66 Landesnaturschutzgesetz). 

4. Fachliche Grundlagen zentral weiterentwickeln 

Fachliche Grundlagen (z.B. Waldentwicklungstypen, waldökologische Kartierungen, EDV-Fachverfahren, Leitfäden für spezielle Themen wie Verkehrssicherung oder Erholungsthemen) sowie die forstliche Ausbildung und die forstfachliche Fortbildung müssen nach wie vor zentral erarbeitet und allen Waldbesitzarten zugänglich gemacht wird.

5. Grundlagen für die Nachhaltigkeit und die ökologische Steuerung 

Die Forsteinrichtung, die forsttechnische Betriebsleitung aber auch die forstliche Standortskartierung müssen weiterhin die Grundlage für die betriebliche Steuerung bleiben. Hierfür müssen auch für Kommunal- und Privatwald ausreichend Ressourcen zu Verfügung stehen und eine staatliche Organisationsstelle die Verantwortung für die Koordination und fachliche Betreuung übernehmen.  

6. Waldpädagogik als Bildungsauftrag

Zur Betonung der Nachhaltigkeit als Bewirtschaftungs- und Entwicklungskriterium für den Wald sollte auch die Waldpädagogik bedacht werden: nur wenn (junge) Menschen dadurch die Bedeutung von Wald für die Ökologie, die Ökonomie und die Erholung der Menschen erkennen, werden sie sich dafür einsetzen bzw. als Steuerzahler die Verwendung öffentlichen Mittel für den Wald akzeptieren. 

Deswegen muss die Waldpädagogik als Bildungsauftrag im Landeswaldgesetz verankert bleiben. 

7. Beteiligung der Verbände 

Die kommende Neuorganisation muss so gestaltet werden, dass sie möglichst langfristig Bestand hat. 

Im Koalitionsvertrag steht: „Wald ist Produktionsstätte, Erholungs- und Naturraum in einem. Er liefert den wertvollen klimaneutralen Rohstoff Holz, ist Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, dient dem Klimaschutz und der Daseinsvorsorge in besonderem Maße. Diese vielfältigen Funktionen gilt es in einem fairen Interessenausgleich in Balance zu halten“

Nur durch ein abgestimmtes Vorgehen und partizipatives Einbindung der am Wald und Waldbewirtschaftung interessierten Verbände kann eine Neustrukturierung erfolgreich gelingen.

Die AG Wald sieht es als ihre Aufgabe an den Lebensraum Wald vor einseitigen Übergriffen zu schützen und sich als Anwältin und Fürsprecherin des Waldes für einen fairen Interessensausgleich durch konstruktiven Dialog zu engagieren. 

Die AG Wald fordert eine Beteiligung in allen Phasen der Neuorganisation.

Für Rückfragen: Jessica Meyer-Rachner

Justizminister Wolf pflanzt Gerichtsbaum 

Krönender Abschluss der Winterlinden-Pflanzaktionen der AG Wald

Das Bild zeigt (von links): Karl-Wilhelm Röhm MdL, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V., Guido Wolf MdL, Minister der Justiz und für Europa, Jutta Höss, Rektorin i.K. der Rupert-Mayer-Schule

Baden-Württemberg ist um eine Winterlinde reicher. Zum Abschluss der Pflanzaktionen der AG Wald Baden-Württemberg e.V. (AG Wald) mit den Abgeordneten des Landtags Baden-Württemberg, hat Guido Wolf, Minister für Justiz und Europaangelegenheiten, gemeinsam mit Karl-Wilhelm Röhm, Landespräsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Baden-Württemberg (SDW) heute die letzte junge Winterlinde in der Rupert-Mayer-Schule in Spaichingen gepflanzt. 

Umringt von den Schülern und Schülerinnen der Rupert-Mayer-Schule erklärt Justizminister Wolf die kulturgeschichtlichen Besonderheiten der Baumart: „Im Mittelalter fand das Gericht häufig im Schutz einer Linde statt, bestand doch die Pflicht, das Gericht unter freiem Himmel abzuhalten. Die Gerichtsbäume waren deshalb meistens Linden, weil der Aberglaube ihnen besonders vielfältige und starke magische Wirkungen zuschrieb. So sollte man unter der Linde am sichersten vor Blitzschlag geschützt sein. Es freut mich deshalb sehr, mit der Pflanzung an die besondere Bedeutung von Winterlinden zu erinnern und damit ein Symbol für Gerechtigkeit zu setzen“, so Wolf.

Karl Wilhelm Röhm ergänzt: „Bäume sind grundsätzlich Lebenszeichen. Wälder sind wichtig, sie sind nicht nur die Summe ihrer Bäume, sondern Lebensraum, Klimaschützer, Rohstoffproduzent, Erholungsraum und Garant der biologischen Vielfalt zugleich. Das Leitbild der AG Wald ist und bleibt eine nachhaltige, multifunktionale, naturnahe Waldbewirtschaftung."

Mit dieser Abschlusspflanzung und den verschiedenen Pflanzaktionen, hervorzuheben ist die Pflanzung des Lindenwaldes, bei der zusammen mit zahlreichen Landtagsabgeordneten und mit Unterstützung des Stuttgarters Forstamtes 143 Winterlinden gepflanzt wurden, präsentiert sich die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Wald Baden-Württemberg als „Lobby für den Wald“.

Seit 2004 steht die AG Wald als kompetente Ansprechpartnerin der Politik bei Wald- und Waldbewirtschaftungsthemen zur Verfügung. In ihr haben sich vier forstliche Verbände zusammengeschlossen: der Baden-Württembergische Forstverein, der Bund Deutscher Forstleute, der Verein für forstliche Standortskunde und Forstpflanzenzüchtung sowie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, als deren Landesvorsitzender Karl-Wilhelm Röhm fungiert.

Weitere Presseberichte: schwäbische.de

 

AG Wald - kompetent und engagiert

Daniel Born MdL pflanzt Landtagslinde


Ulrich Kienzler, Stellvertretender Vorsitzender der AG Wald (vorne links) mit Herrn Daniel Born MdL (vorne rechts) füllen das Pflanzloch der Winterlinde mit Erde.

Am vergangenen Samstag fand eine Winterlinde ihr neues Zuhause im Hockenheimer Gartenschaupark. Den Baum hatte Ulrich Kienzler für die AG Wald, ein Zusammenschluss von baden-württembergischen Wald- und Forstverbänden, dem frischgewählten Landtagsabgeordneten Daniel Born angetragen. "Für mich war sofort klar: Diese Linde wird nicht irgendwo bei Stuttgart gepflanzt, sondern kommt direkt in unseren schönen Wahlkreis," so der SPD-Politiker, der auch Mitglied des Umweltausschusses ist.

Das Projekt der AG Wald war es, allen 143 Landtagsabgeordneten eine Linde aufzustellen, um sich symbolisch als kompetente Ansprechpartner für Waldthemen wie Ökologie, Ökonomie, Erholungsfunktion und Waldpädagogik zu zeigen. „Wir wünschen uns, dass die Interessen der Wald- und Forstwirtschaft weder einseitig durch übertriebenen Naturschutz, noch durch übertriebene wirtschaftliche Orientierung ohne Nachhaltigkeit beeinträchtigt werden. Unser Fokus ist die Erhaltung aller Leistungen des Waldes für das Gemeinwohl“, erklärte Kienzler. 

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dieter Gummer und dem Geschäftsführer der Parkanlagen Matthias Degen, sowie der SPD-Stadtratsfraktion wurde der 3,5 Meter hohe Baum in der Nähe des Forstpavillons im Gartenschaugelände gepflanzt. 

„Ich gebe zu, dass ich in meinem Leben vorher noch nie einen Baum gepflanzt habe“, bekennt Daniel Born MdL und fügt hinzu: „Ich finde es großartig, dass wir jetzt im Wahlkreis die Landtagslinde haben. Und das im Hockenheimer Gartenschaupark, der seit 25 Jahren für das gelingende Miteinander von Natur und Mensch steht.“