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Zumeldung: Situation im Wald MLR vom 23.04.

Waldzustand steht vor dramatischer Verschlechterung - AG Wald fordert schnelle Umsetzung des Masterplans

 „Wir sind in großer Sorge um den Zustand unserer Wälder“ äußert sich Dietmar Hellmann, 1. Vorsitzender der AG Wald Baden-Württemberg am Donnerstag in Stuttgart. „Die Lage ist katastrophal: Die Dürren der letzten beiden Jahre, der Wintersturm `Sabine` – und jetzt wieder enorme Trockenheit. Die Forstleute und Waldbesitzenden geben ihr Bestes, doch wenn das so weitergeht sind viele Waldflächen im Land und damit deren vielfältigen Funktionen für die Gesellschaft massiv gefährdet“, bestätigt er die von Forstminister Peter Hauk dargestellte Situation.

„Was wir jetzt brauche ist die schnelle Umsetzung des im letzten Jahr angekündigten Masterplans zum Umgang mit unseren Wäldern und zur Unterstützung der Waldbesitzenden. Im September letzten Jahres wurden unsere massiven Anstrengungen belohnt auf die schon damals schwierige Situation im Wald hinzuweisen. Der Notfallplan des Landes schaffte erste Entlastungen für die Waldbesitzenden. Dieses von uns erkämpfte Sofortprogramm muss jetzt dringend ausgebaut und im angekündigten Masterplan verstetigt werden“, so Hellmann. Es gehe bei allen aktuellen Herausforderungen auch darum die Zukunft in den Blick zu nehmen und langfristige, nachhaltige und praktikable Lösungen aufzuzeigen.

In diesem Zusammenhang müsse das Land auch für den Staatswald alle erforderlichen Mittel bereitstellen und auf Gewinnerwartungen verzichten. „Wir brauchen gerade jetzt alle zur Verfügung stehenden Mittel um Waldschäden zu begrenzen und Waldflächen zu erhalten. Vor dem Hintergrund stetig wachsender, klima- und gesellschaftsbedingter Herausforderungen im Wald darf es dem Land im Wald nicht vorrangig um Geld gehen,“ so Hellmann. Er sieht den Wald insbesondere im Hinblick auf den Klimaschutz als Gradmesser für den Umgang der Gesellschaft mit ihrer Umwelt.

In der aktuellen Zeit großer sozialer Isolation diene der Wald darüber hinaus in bisher nicht dagewesenem Umfang als Raum für Erholung und Gesundheit der breiten Bevölkerung. Es gelte daher verstärkte Anstrengungen zum Schutz und Erhalt dieses Erholungsraums zu unternehmen und gleichzeitig klimawandelbedingte Herausforderungen nicht in den Hintergrund rücken zu lassen.

Zumeldung: Waldzustandsbericht MLR Nr.284/2019 vom 28. Oktober

Der Klimaretter bedarf selbst der Rettung

AG Wald und BDF kritisieren die Haltung des Finanzministeriums scharf – Kehrtwende in der Forstpolitik der Landesregierung gefordert

Die Arbeitsgemeinschaft Wald und der Bund deutscher Forstleute teilen die Analyse des Ministers zum Waldzustand. „Der Klimawandel hat unsere Wälder fest im Griff. Es droht die Gefahr, dass sie ihre Schutzfunktion als wirksamster Kohlenstoffspeicherort verlieren. Dies hat weitere dramatische Folgen für unser Klima und damit für die Lebensbedingungen der Bevölkerung. Diese Spirale muss unbedingt getoppt werden“, so Dietmar Hellmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Wald und des Berufsverbandes der Forstleute BDF. „Deshalb fordern wir die Landesregierung auf, alle Anstrengungen  zu unternehmen, die Wälder klimafit umzubauen und ihren Erhalt zu sichern,“ Hellmann weiter.  Die Nagelprobe hierfür wird der neue Doppelhaushalt 2020/21 sein. Es sei absolut zu begrüßen, dass der Bund nun nahezu 500 Millionen Euro Fördergelder für alle Bundesländer bereitstellt und das Land seinen Anteil hieran tragen wolle, es  müssten aber auch neue Forstleute für die Beratung und die Betreuung der Waldbesitzer und neue Waldarbeiter zur Beseitigung der Schäden und zur Wiederbewaldung eingestellt werden. „Die Jahrzehnte langen Forderungen des BDF nach angemessener Personalausstattung wurden immer wieder vom Tisch gefegt, obwohl die Entwicklung des Klimas seit den frühen neunziger Jahren bekannt ist. Das muss jetzt ein Ende haben!“. Die Wälder im Lande haben nicht nur die Funktion Gewinne zu erwirtschaften, ihre Klimaschutzfunktion ist vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung absolut prioritär zu sehen. Dies schließt natürlich die Nutzung des Rohstoffes Holz ein. Forderungen nach ideologisch begründeten Waldstilllegungen werden abgelehnt, da sie dem Klimaschutz zuwider laufen „Es ist unfassbar, dass das Finanzministerium trotz der dramatischen Schadenssituation auf der Ablieferung eines Überschusses aus dem Staatswald besteht und deshalb an die Reserven des staatlichen Forstbetriebs geht“. Dieses Geld würde dringend zur Weiterentwicklung der Wälder benötigt. “Wir wären mit dem Waldumbau schon längst weiter, wenn uns in den letzen 30 Jahren nicht 50 Prozent aller Stellen gestrichen und die Klimafolgenforschung im Wald auf Sparflamme gehalten worden wären“, kritisiert Hellmann und fordert eine Kehrtwende in der Forstpolitik der Landesregierung, „denn es geht um nicht mehr und nicht weniger als um die Sicherung unser aller Lebensgrundlagen“.

Jusitzminister Wolf pflanzt Gerichtsbaum

Justizminister Wolf pflanzt Gerichtsbaum 

Krönender Abschluss der Winterlinden-Pflanzaktionen der AG Wald

Das Bild zeigt (von links): Karl-Wilhelm Röhm MdL, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V., Guido Wolf MdL, Minister der Justiz und für Europa, Jutta Höss, Rektorin i.K. der Rupert-Mayer-Schule

Baden-Württemberg ist um eine Winterlinde reicher. Zum Abschluss der Pflanzaktionen der AG Wald Baden-Württemberg e.V. (AG Wald) mit den Abgeordneten des Landtags Baden-Württemberg, hat Guido Wolf, Minister für Justiz und Europaangelegenheiten, gemeinsam mit Karl-Wilhelm Röhm, Landespräsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Baden-Württemberg (SDW) heute die letzte junge Winterlinde in der Rupert-Mayer-Schule in Spaichingen gepflanzt. 

Umringt von den Schülern und Schülerinnen der Rupert-Mayer-Schule erklärt Justizminister Wolf die kulturgeschichtlichen Besonderheiten der Baumart: „Im Mittelalter fand das Gericht häufig im Schutz einer Linde statt, bestand doch die Pflicht, das Gericht unter freiem Himmel abzuhalten. Die Gerichtsbäume waren deshalb meistens Linden, weil der Aberglaube ihnen besonders vielfältige und starke magische Wirkungen zuschrieb. So sollte man unter der Linde am sichersten vor Blitzschlag geschützt sein. Es freut mich deshalb sehr, mit der Pflanzung an die besondere Bedeutung von Winterlinden zu erinnern und damit ein Symbol für Gerechtigkeit zu setzen“, so Wolf.

Karl Wilhelm Röhm ergänzt: „Bäume sind grundsätzlich Lebenszeichen. Wälder sind wichtig, sie sind nicht nur die Summe ihrer Bäume, sondern Lebensraum, Klimaschützer, Rohstoffproduzent, Erholungsraum und Garant der biologischen Vielfalt zugleich. Das Leitbild der AG Wald ist und bleibt eine nachhaltige, multifunktionale, naturnahe Waldbewirtschaftung."

Mit dieser Abschlusspflanzung und den verschiedenen Pflanzaktionen, hervorzuheben ist die Pflanzung des Lindenwaldes, bei der zusammen mit zahlreichen Landtagsabgeordneten und mit Unterstützung des Stuttgarters Forstamtes 143 Winterlinden gepflanzt wurden, präsentiert sich die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Wald Baden-Württemberg als „Lobby für den Wald“.

Seit 2004 steht die AG Wald als kompetente Ansprechpartnerin der Politik bei Wald- und Waldbewirtschaftungsthemen zur Verfügung. In ihr haben sich vier forstliche Verbände zusammengeschlossen: der Baden-Württembergische Forstverein, der Bund Deutscher Forstleute, der Verein für forstliche Standortskunde und Forstpflanzenzüchtung sowie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, als deren Landesvorsitzender Karl-Wilhelm Röhm fungiert.

Weitere Presseberichte: schwäbische.de

 

Daniel Born pflanzt Landtagslinde

AG Wald - kompetent und engagiert

Daniel Born MdL pflanzt Landtagslinde


Ulrich Kienzler, Stellvertretender Vorsitzender der AG Wald (vorne links) mit Herrn Daniel Born MdL (vorne rechts) füllen das Pflanzloch der Winterlinde mit Erde.

Am vergangenen Samstag fand eine Winterlinde ihr neues Zuhause im Hockenheimer Gartenschaupark. Den Baum hatte Ulrich Kienzler für die AG Wald, ein Zusammenschluss von baden-württembergischen Wald- und Forstverbänden, dem frischgewählten Landtagsabgeordneten Daniel Born angetragen. "Für mich war sofort klar: Diese Linde wird nicht irgendwo bei Stuttgart gepflanzt, sondern kommt direkt in unseren schönen Wahlkreis," so der SPD-Politiker, der auch Mitglied des Umweltausschusses ist.

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Winterlinde-Einzelpflanzungen

Als Glückwunschgeschenk zur Landtagswahl eine Winterlinde

Die AG Wald pflanzt Winterlinden mit Landtagsabgeordneten

Quelle: AG Wald, Ulrich Burr mit Herrn Dr. Bernd Murschel (Grüne) an der Karl-Georg-Haldenwang-Schule in Leonberb

Alle Abgeordnete des Landtages von Baden-Württemberg erhielten als Glückwunsch-Geschenk zur Wahl eine Winterlinde, Baum des Jahres 2016. Es wurden zahlreiche Einzelpflanzungen mit der AG Wald und Abgeordneten in Baden-Württemberg während der Pflanzsaison durchgeführt. Eine Winterlinden-Pflanzung der AG Wald...

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